ezero ist konsequent anders

ezero hat herausragende Eigenschaften, die mit bisherigen Normen brechen. Dieser Bruch mit Normen führt für Dich bei den ersten Ausfahrten möglicherweise zu einem ungewohnten Fahrgefühl. Damit Du gut vorbereitet auf Deine erste ezero-Ausfahrt gehen kannst, haben wir Dir einige Besonderheiten von ezero zusammengetragen.

hose

Die ezero-Hose ohne Sitzpolster ist das Herzstück zur Reibungsminimierung und fühlt sich wie eine "zweite Haut" an

SO FÜHLT ES SICH AN

Aus den Erfahrungsberichten der Community zeigt sich, dass die ezero-Hose schon sehr nahe am oft propagierten "zweite-Haut-Gefühl" ist. Logisch, die Konstruktion, Materialwahl und der Verzicht auf das Sitzpolster vollbringen diesen Zaubertrick. Damit geht aber auch einher, dass im Vergleich zu Deinem über Jahrzehnte gewohnten System nun gewisse Dinge anders sind.

Es kann sein, dass Du das Gefühl hast es wäre kühler

Dir fehlt nun die gewohnte, dicke Schaumstoffisolierung des Sitzpolsters. Allerdings ist die Sitzzone stark durchblutet und braucht diese Isolierung gar nicht. Im Gegenteil. Aus unserer Erfahrung ist die ezero-Hose problemlos bis zur einer Untergrenze von 5 Grad fahrbar

Du wirst den Eindruck haben, dass es feuchter ist

Bisher hat Dein Sitzpolster die Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufgesogen und angenehm temperiert gespeichert. Bei ezero nimmt nur noch der Stoff im Sitzbereich die Feuchtigkeit auf. Das merkst Du insbesondere, weil die Isolierung eines Polsters fehlt. Fährst Du in regelmäßigen Abständen kurz im Stehen, trocknet der Fahrtwind den dafür konstruierten Stoff sofort wieder und Du sitzt nicht wie beim einem normalen Polster in Deinem Feuchtbiotop.

Möglicherweise hast Du den Eindruck zu wenig "angezogen" zu sein

Der Eindruck ist nachvollziehbar. Schließlich trägst Du mit ezero nicht viel mehr Material als bei Deiner Unterwäsche - und wer geht schon in Unterwäsche auf die Straße? Aber keine Angst, Deine Privatsphäre ist gewahrt. Dafür sorgen clevere ezero-Details wie zweilagiges High-tech-Material und ein kleiner "Sichtschutz" aus ultraleichtem Spacermaterial an besonders delikater Zone.

ALLES HAT SEINE GRÜNDE

Subjektive Eindrücke sind das eine, Funktion das andere. Mit ezero ordnen wir alles der Funktion unter, nämlich die Reibung und deren Folgen im System auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn Du unsere Gutsitzen-Rubrik studiert hast, wirst Du wissen, dass wir im Sitzsystem zwei Reibpartner haben, Deine Haut und das Material auf dem Du sitzt. Sind beide gut auf einander abgestimmt und "stabil" wirst Du kaum Probleme bekommen. Genau das ist das Ziel mit der ezero-Hose.

ezero sorgt für ein intaktes Hautklima

Reibpartner Nummer 1 ist Deine Haut. Diese wollen wir so stabil wie möglich halten, denn die Anforderungen beim Sitzen auf dem Rad sind enorm.

Aufgeweichte Haut ist nicht stabil. Daher ist die ezero-Hose im Sitzbereich so atmungsaktiv wie sonst keine Radhose am Markt. Das Polster als Feuchtigkeitsspeicher fehlt komplett und das verbleibende Hight-tech-Material im Sitzbereich ist darauf optimiert Feuchtigkeit extrem schnell aufzunehmen und wieder abzugeben.

Hygiene hilft. ezero macht es Dir leicht. Der komplett textile Sitzbereich ist grundsätzlich, aber auch unter erschwerten Umständen (wie z.B. Mehrtagestouren mit nur einer Hose) einfach zu reinigen - ganz im Gegensatz zu dicken Schaumstoffpolstern. Achtest Du auch noch auf Deine Körperhygiene, hast Du sehr gute Chancen keine keim- oder bakterienbedingten Sitzprobleme zu bekommen.

ezero eliminiert Reibstellen

Wo nichts ist, kann nichts reiben. Der Sitzbereich von ezero- ist frei von Nähten, das Material ist glatt sowie sehr hautfreundlich und angrenzende Nähte, die die Hose zusammenhalten sind verdeckt.

Der Schnitt der Hose ist auf die Ergonomie der Tretbewegung optimiert, so dass, wenn überhaupt, nur minimale Falten entstehen. Damit hast Du zusammen mit einer "stabilen Haut" die besten Voraussetzungen für sorgenfreies Fahren.

sattelschale

Die Sattelschale ist das meistunterschätzte Element im Sitzsystem

SO FÜHLT ES SICH AN

In unserem Entwicklungs-Pool für ezero haben wir einen bunten Mix an Fahrern, darunter auch extreme Langstreckenfahrer (RAAM, Tour of the Alps, Great Divide, etc...). Die Langstreckler sind ganz unterschiedliche Typen mit ihren eigenen Präferenzen was Sitzen angeht. Eins jedoch haben sie alle gemeinsam, sie fahren durch die Bank Sättel mit "weichen" Sattelschalen.

Warum das so ist, wie wir damit bei der Sattelschale von ezero umgehen und wie sich das anfühlt erklären wir Dir jetzt.

Du kommst Dir vor wie in der Hängematte...fast

Der ultimative Wunsch unserer Langstreckenfahrer ist die elastische Hängematte. Dieses Prinzip versuchen wir mit ezero nachzubilden. Für Dich bedeutet das, dass die Sattelschale Bewegungen die aus der Dynamik des Tretens, und auch des Fahrens selber, kommen sehr gut kompensiert. 

Bemerken wirst Du diese Kompensation sehr deutlich bei der Dynamik des Fahrens, das heißt z.B. bei Schlägen die aus Unebenheiten des Fahrbahnbelages resultieren. Hier federt die ezero-Sattelschale sehr schön mit.

Hast Du einen sensiblen "Popometer", wirst Du zudem merken, dass mit jeder Tretbewegung weniger Widerstand im Sitzsystem besteht, da die flexible Sattelschale die "Auslenkbewegung" des Beckens mildert. Mehr zur "Auslenkbewegung" des Beckens findest Du hier in unserer GUTSITZEN-Rubrik.

Ist eine Hängematte nicht zu weich?

Eine Hängematte die für jeden Fahrer gleich dimensioniert wäre, wäre sicher beim einen zu weich und beim anderen zu hart - schließlich hat jeder Fahrer andere Anforderungen, z.B. alleine aufgrund der großen Varianz im Körpergewicht.

Wie Du weißt, ist ezero anders. Auch hier. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sätteln variiert die Flexibilität der Sattelschale bei ezero mit den unterschiedlichen Varianten. Als Faustregel gilt: Je schwerer der Fahrer desto "härter" die Sattelschale, je leichter desto "weicher" (die Feinheiten regelt der ezero-Konfigurator).

Umgesetzt auf die Varianten von ezero bedeutet das, dass leichte Fahrer mit einem S1-Sattel die optimale Dynamik-Kompensation (und damit die ideale Hängematte) erfahren. Dass aber auch vergleichsweise schwere Fahrer um 100kg, ohne "Durchsacken" des Systems, durch eine verstärkte Sattelschale , mit der Variante S4, ihr optimales System bekommen.

Das Ergebnis unserer Messreihen ist, dass wir mit 4 Varianten der Sattelschalen ein Gewichtsspektrum von 50 - 105kg, für die nahezu ideale Hängematte, abbilden können.

ALLES HAT SEINE GRÜNDE

Du fragst Dich sicher: Warum nun dieser ganze Aufwand um die "ideale Hängematte" für jeden bereitzustellen? Ganz einfach: Weil die Hängematte eines der zentralen Probleme beim Sitzen auf dem Rad löst. Warum würden sonst die ganzen Langstreckler auf ihre weichen, hängematteartigen Sattelschalen schwören?

Wer die Dynamik aus der Tretbewegung fängt gewinnt garantiert

Wie bereits erwähnt und in der GUTSITZEN-Rubrik erläutert, kommt es beim Pedalieren zu einer kleinen "Auslenkbewegung" des Beckens.

Messungen von SQ-Lab zeigen, dass die Auslenkung im Mittel 7 Grad beträgt. Dies mutet nicht viel an, führt aber dazu, dass mit jedem Tretzyklus das gesamte auf dem Sattel ruhende Gewicht sich nahezu komplett auf die linke und dann die rechte Sitzzone verlagert - sofern das Sitzsystem starr ist.  Mit dieser Verlagerung geht einher, dass im Wechsel des Tretzyklusses sehr hohe lokale Druckmaxima in den Sitzzonen links und rechts entstehen.

Diese deutlich über dem Grenzwert für komfortables Fahren liegenden Druckmaxima, in Verbindung mit dem ständigen Wechsel, sind sehr herausfordernd für uns. Aus unserer Sicht ist dieses Dilemma die häufigste Ursache für Druckschmerzen beim Fahren.

Hier kommt nun die elastische, an den Bedürfnissen des Fahrers ausgerichtete ezero-Hängematte ins Spiel. Im Gegensatz zu einem starren System "weicht" die ezero-Sattelschale bei erhöhter Belastung aus und hilft mit diesem Trick das Gewicht gleichmäßiger auf beide Hälften (links/rechts) der Sitzzone zu verteilen. Das hält die Druckmaxima in Grenzen und schon verschwindet der Druckschmerz. Zudem können wir auf übermäßige Polsterung verzichten, dazu hier mehr. 

In den beiden folgenden Videos siehst Du sehr deutlich welche Druckwerte in einem starren System entstehen und wie es mit ezero aussieht.

So soll es nicht sein: Video starre Sattelschale

Das ist das Ziel: Video ezero

Die Fahrdynamik zu kompensieren ist auch kein Fehler

Fährst Du draußen auf dem Rad, wirst Du immer gewisse Schläge vom Untergrund abbekommen. Diese wirken sich als mehr oder weniger starke Druckmaxima im Sitzsystem aus.

In unseren Messungen konnten wir hier extreme Spitzen feststellen. Diese lagen bei einem Vielfachen des Grenzwertes den wir für "komfortables Sitzen" definiert haben. Wirklich problematisch sind diese Spitzen aber nicht, da sie im Normalbetrieb vergleichsweise selten auftreten.

Dennoch hilft die flexible Schale von ezero, da die Spitzen deutlich abgemildert werden und so besonders auf ruppigem Untergrund mehr Komfort vorhanden ist.

sattelpolsterung

Bei der Polsterung im Sitzsystem gilt definitiv: Weniger ist mehr!

SO FÜHLT ES SICH AN

Da die ezero-Hose kein Polster hat, können wir uns ganz auf die Polsterung im Sattel fokussieren. Bei der Sattelpolsterung gibt es für uns eine ganz einfache Regel: So wenig wie möglich und so straff wie nötig. Im Ergebnis fährt sich das sehr "kompakt".

Kommst Du von einem weichen Sitzsystem mit viel Polsterung, fühlt sich "kompakt" zu Anfang straff bis hart an, aber keine Angst das wird. Bist Du Systeme mit weniger Polsterung gewöhnt, wirst Du überrascht sein wie komfortabel ezero ist.

ezero kann sich eine straffe Polsterung leisten

Mit der Polsterung im ezero-System verfolgen wir verschiedene Ziele.

Der knöcherne Teil der Sitzzone (die beiden Sitzbeine) soll gerade so weit in das System eintauchen, dass er nicht in Kontakt mit der Schale kommt
Dabei soll genügend Aufstandsfläche (in Verbindung mit dem umgebenden Gewebe) zur Verteilung Deines Körpergewichts entstehen
Damit so die Druckwerte, die im statischen System, d.h. ohne dass Du trittst, innerhalb der von uns ermittelten Grenzwerte bleiben

Um diese relativ einfachen Ziele zu erreichen, braucht es das richtige Maß und die richtige Zusammensetzung der Polsterung. Bei ezero reicht dazu, im Vergleich zu herkömmlichen Systemen, ein vergleichsweise gering dimensionierter Aufbau. 

Nun sitzen wir nicht nur statisch auf dem Sattel, sondern Treten in die Pedale. Daraus erwächst eine wesentliche Herausforderung beim Sitzen auf dem Sattel: Der ständige, durch die Kippbewegung des Beckens ausgelöste, Druckwechsel in der Sitzzone. Das hatten wir schon im vorangegangenen Kapitel erläutert.

Um diese Herausforderung in den Griff zu bekommen ist Polsterung ungeeignet, dazu braucht es mechanische Flexibilität im System. Diese kommt bei ezero aus der Sattelschale. Dazu auch mehr im vorherigen Kapitel.

Für jeden die gleiche Polsterung funktioniert nicht

Darum gibt es bei ezero 4 verschiedene Polsteraufbauten. Die Polsterung variiert bei ezero in Materialzusammensetzung und Dicke wie in der Abbildung dargestellt. Als Faustregel gilt : Leichte Fahrer können bei ezero sehr wenig Polsterung fahren, schwere Fahrer dagegen brauchen etwas mehr.

Mit zunehmendem Fahrergewicht steigt die Gewichtskraft die die Sitzzone auf das System ausübt. Um zu verhindern, dass die Sitzzone in Kontakt mit der Sattelschale kommt steigt die Dicke der Polsterung und verändert sich deren Zusammensetzung. 

Gleichzeitig erlaubt diese Zunahme an Polsterung, dass die Sitzzone, bei erhöhter Gewichtskraft, tiefer einsinken kann und so genügend Aufstandsfläche für die Druckentlastung aufgebaut werden kann.

Nutzt Du den ezero-Konfigurator, bekommst Du ein auf Dich optimiertes System mit dem genau richtigen Maß an Polsterung.

ALLES HAT SEINE GRÜNDE

Warum nur ist das richtige Maß an Polsterung so wichtig? Man könnte doch meinen, dass wenn kein Polster mehr in der Hose ist und die Polsterung stabil auf dem Sattel fixiert wird, man gut und gerne zu einer dicken "Wohlfühlpolsterung" greifen könnte. Das ist allerdings ein Trugschluss. Die dicke "Wohlfühlpolsterung" wird nämlich ziemlich schnell zur dicken "IchWillNichtMehrSitzenPolsterung".

Knochenhautreizung will niemand haben

Sinkt der knöcherne Teil der Sitzzone (die Sitzbeine) zu tief in eine ungünstige Polsterung ein, wird dieser von der Polsterung zu einem beträchtlichen Teil "umschlossen". Dieses "Umschließen" bewirkt im dynamischen System, d.h. beim Treten, dass fortwährend die Polsterung am Sitzbein zerrt. Dieses Zerren führt zu Scherkräften an der Knochenhaut. Daraus resultieren wiederum Reizungen und im Extremfall Entzündungen der Knochenhaut. Das ist sehr unangenehm, daher Finger weg von dicken "Wohlfühlpolsterungen", bequem sind diese nämlich nur für eine sehr kurze Zeit, danach kommt die Qual.

Druck im Dammbereich gilt es zu vermeiden

Mit einem vergleichsweise tiefen Einsinken der Sitzzone in die vermeintliche "Wohlfühlpolsterung" kommt es zu einem weiteren negativen Effekt. Es entsteht Druck im Dammbereich. Dieser Druck kann den Blutfluss im Dammbereich einschränken und so zu Taubheitsgefühlen im Schritt führen. Das gilt es ebenso zu vermeiden.

Und wie immer gilt: Selbst das beste Equipment hilft Dir nicht, wenn Du Deine grundsätzlichen Hausaufgaben fürs Sitzen nicht gemacht hast. Ein kurzer Abstecher zu unserer GUTSITZEN-Rubrik lohnt!

sattelbreite

Demnächst in unserer Serie "so fährt ezero"

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