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WIE LANGE HÄLT EINE RADHOSE?

Dass Radhosen nicht ewig halten, ist klar. Wann es Zeit ist zu tauschen, was die Gründe dafür sind und wie man das Leben einer Radhose verlängern kann, erfährst Du in diesem Beitrag.

SO FUNKTIONIERT EINE RADHOSE

Welche Funktionen eine Radhose zu erfüllen hat, haben wir hier bereits umfassend erklärt. Im damaligen Beitrag hatten wir uns auf kurze Radhose beschränkt, dabei bleiben wir auch in der folgenden Diskussion. Zum Einstieg fassen wir die Funktionen einer Radhose nochmal zusammen:

  • Sie soll Dich vor den Elementen schützen, das heißt bestmöglich UV-Strahlung und Wind abhalten und mit Feuchtigkeit klarkommen
  • Im Zusammenspiel mit dem Sattel den Druck der im Sitzbereich entsteht, im Rahmen halten
  • Reibung im Sitzbereich wo es geht vermeiden
  • Selbstverständlich bequem sein…
  • …und soll zuletzt nicht nur selber gut aussehen, sondern auch die Fahrerin/ den Fahrer gut aussehen lassen

 

Im Folgenden schauen wir uns an, was einer Radhose zusetzt und sie letztendlich kaputt macht.

DAS MACHT DEINE RADHOSE KAPUTT

Dass es so eine Radhose nicht leicht hat, liegt auf der Hand, schließlich hat wohl fast jeder mal eine neue Hose kaufen müssen, weil die alte einfach nicht mehr so recht wollte. Das wiederum bedeutet ganz schlicht, dass die Nutzung der Hose zu Verschleiß führt.

Aber wie?

Fangen wir mit dem Tragen der Hose auf dem Rad an. Dort ist die Hose UV-Strahlung ausgesetzt, die das Material schädigt. Zum einen was die mechanischen Eigenschaften, hier insbesondere die Dehnfähigkeit und Rückstellung betrifft, zum anderen die Optik, wenn Farben ausbleichen. Beim An- und Ausziehen, sowie durch die Bewegung wird das Material ständig gedehnt, das führt peu à peu zu einer gewissen Ermüdung, d.h. die Spannkraft und der Grad des Rücksprungs sinken. Ein Faktor, der wenig diskutiert wird, ist die Reibungswirkung von Salzresten aus dem Schweiß. Das Resultat haben viele von uns sicher schon gesehen: Transparenz bei Hosen, v.a. im unteren Rücken bis hin zum Po – braucht es nicht. Erklärt ist es schnell: Am Rücken - im „Windschatten“ - wird mehr geschwitzt und Salzablagerungen können sich im Stoff ansammeln. Durch die Tretbewegung bewegt sich das Hosenmaterial relativ gegenüber der Haut, mit einem feinen Schmirgel (dem Salz) dazwischen, und reibt sich so langsam dünner und dünner. Extreme Effekte wie stundenlange MTB-Fahrten bei matschig -nass- sandigen Bedingen oder scheuernde Fremdkörper (wie z.B. Satteltaschen) brauchen wir nicht extra zu besprechen, da ist es offensichtlich, dass hier das Material überproportional leidet.

Der nächste Faktor ist die Art und Weise der Pflege der Hose. Klingt paradox, schließlich muss eine Hose gepflegt, d.h. in der Regel gewaschen und getrocknet werden, sonst funktioniert das Sitzsystem irgendwann nicht mehr richtig. Fakt ist, dass selbst die beste Pflege die Hose belastet. Besonders betroffen sind die Stoffe. Die dort eingesetzten Fasern verlieren durch das Waschen über die Zeit an Farbe, aber auch die mechanischen Eigenschaften leiden. Das bedeutet, wie schon beim Tragen, dass Hosen, nach vielen Wäschen weniger stark spannen und einen geringeren Rücksprung haben. Aber nicht nur der Stoff ist betroffen. Auch andere Materialien, wie z.B. der Schaumstoff in Sitzpolstern ermüden. Überproportional leidet Deine Hose, wenn Du von den Pflegeempfehlungen der Hersteller abweichst, also z.B. die Waschtemperatur deutlich erhöhst oder die Hose in den Trockner gibst.

DIESE FUNKTIONEN SIND BESONDERS BETROFFEN

Wir hatten im letzten Blogbeitrag (hier) erklärt, warum die richtige Hosengröße sehr wichtig ist. Als zentralen Faktor hatten wir einen „stabilen Sitzbereich“ beschrieben. Um diesen zu gewährleisten, braucht es neben der richtigen Größe auch ausreichend Spannkraft im Hosenmaterial und, mit geringerem Einfluss, den Trägern. Nun sind beide Parameter (Größe und Spannkraft) im Laufe eines Hosenlebens keine Konstanten, wie Du im vorigen Absatz gelernt hast. Die Größe verändert sich durch die geringere Rückstellung des Materials bei gleichzeitig nachlassender Spannkraft. Der Effekt ist, leider, derselbe wie bei einer zu großen Hose. Der Sitzbereich ist nicht stabil und das führt zu diversen Problemen. Gleich vorneweg: Das ist für uns die gravierendste Beeinflussung, weil die potenziell daraus resultierenden Probleme am größten sind.

Lässt der Schaumstoff im Sitzpolster übermäßig nach, kommt das Druckentlastungssystem (aus Hose und Sattel) ins Ungleichgewicht. Den Effekt kennst Du vielleicht, eine einstmals bequeme Hose bereitet, bei gleichem Radsetup, auf längeren Strecken zunehmend Druckschmerzen.

Zuletzt leidet natürlich auch die Optik. Ausgebleichte und in seltenen Fällen sogar fleckige Stoffe sind nicht schön für Dich. Fast schon transparente, durchgerubbelte Hosen stören vermutlich eher das Auge eines anderen…

SO ERKENNST DU VERSCHLEISS RECHTZEITIG

Am einfachsten zu erkennen ist das sogenannte Pilling bei Stoff. Das sind kleine Knötchen, die sich an der Stoffoberfläche bei übermäßiger Reibung bilden. Wenn Pilling entsteht, solltest Du genau beobachten, wo es auftritt und die Störzone identifizieren, die es verursacht. Wie weiter oben beschrieben können das allerhand „Fremdkörper“ wie Satteltaschen o.ä. sein an denen der Hosenstoff reibt. Damit die Schadstelle nicht schlimmer wird und das Material komplett beschädigt wird, musst Du die Störzone beheben/ entfernen.

Schwieriger wird es beim Hosenstoff und v.a. dessen mechanischen Eigenschaften. Bei normalem Gebrauch und Pflege ist der Verschleiß dort schleichend und von einer Fahrt zur anderen nicht wahrnehmbar. Das ist tückisch, weil Du so unmerklich vor allem die Stabilität des Sitzbereichs verlierst. Bei unseren Hosen orientieren wir uns an der Zahl der Wäschen, die meist auch mit der Zahl der Fahrten einhergeht. Dabei sind für uns 100 Wäschen (bei „normaler“ Nutzung) der Gradmesser, bis dahin kann eine Hose ein wenig an Farbe, Spannung und Rückstellung verlieren, muss aber immer noch stabil sitzen. Deutlich jenseits der 100 Wäschen sehen wir dann mehrheitlich eine starke Abnahme bei Spannkraft und Rückstellung, dazu werden die Stoffe auch sehr dünn. Nachdem es bei Hosenstoffen sehr große Unterschiede gibt, empfehlen wir grob ab der 50. Wäsche eine neue Hose im Schrank zu haben, mit der kannst Du gut testen, ob der Sitz der alten Hose noch ausreichend ist oder ob ein Tausch ansteht. Selbst wir sind immer wieder überrascht, wie viel „satter“ eine neue Hose sitzt und dementsprechend besser funktioniert.

Zuletzt das Sitzpolster. Wie beim Stoff ist der Verschleißprozess schleichend. Wir finden jedoch weniger gravierend. Ist der Schaumstoff im Sitzpolster „durch“ wird es im schlimmsten Fall ein wenig unkomfortabler, da mehr Druck am Sitzbein ankommt. Dabei geht erstmal nichts kaputt und Du hast eine klare Indikation, dass ein Hosentausch ansteht.

5 TIPPS FÜR EIN LÄNGERES HOSENLEBEN

Wenn Du länger Freude an einer Radhose haben willst, gilt es folgende Tipps zu beachten:

  • Spare nicht beim Kauf, sonst kaufst Du zweimal. Gute Radhosen müssen nicht extrem teuer sein, sehr günstig können sie aber auch nicht sein. Die Produktionskosten für gute Radhosen haben aufgrund der Schwierigkeit der Fertigung und der eingesetzten Materialien immer ein gewisses Niveau. Dass das Hosenmaterial einen sehr großen Einfluss hat, hast Du in diesem Beitrag bereits gelernt - mehr Einblick zu Hosenmaterialien findest Du hier
  • Hosen gehören nach jeder Fahrt in die Wäsche, nicht nur aus Gründen der Hygiene, auch weil dadurch die Salze ausgewaschen werden, die sonst für erhöhte Reibung und Materialverschleiß sorgen
  • Beachte die Waschanleitung der Hersteller, insbesondere was die Temperatur und die zu verwendenden Waschmittel betrifft
  • Trockner ist tabu
  • Achte darauf, dass sich im Sitz- und Bewegungsbereich der Beine keine scheuernden Störzonen befinden. Dazu zählen z.B. Sattel- oder Rahmentaschen, die Satteloberfläche selber die ev. reibt oder die Hosen die Du über Deiner Radhose trägst die möglicherweise im Inneren eine Applikation, Naht o.ä. haben die scheuert.

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