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So findest Du die richtige Radhose: 5 Tipps

Radhosen sind zentraler Bestandteil des Sitzens auf dem Rad. Da sitzen auf dem Rad durchaus herausfordernd ist, sagen wir Dir, was Du beim Kauf einer Radhose beachten solltest.

RADHOSEN HABEN ES NICHT LEICHT

Bevor wir mit unseren Tipps loslegen, solltest Du die Anforderungen an eine Radhose kennen. So verstehst Du viel leichter, warum wir glauben, dass gewisse Punkte wichtig sind.

Eine Radhose soll:

  • Dich vor den Elementen schützen, das heißt bestmöglich UV-Strahlung und Wind abhalten und mit Feuchtigkeit klarkommen
  • Im Zusammenspiel mit dem Sattel den Druck der im Sitzbereich entsteht im Rahmen halten
  • Reibung im Sitzbereich wo es geht vermeiden
  • Selbstverständlich bequem sein…
  • …und soll zuletzt nicht nur selber gut aussehen, sondern auch die Fahrerin/ den Fahrer gut aussehen lassen

DIE RICHTIGE GRÖßE IST DAS A UND O

Einer der häufigsten Fehler den wir sehen ist, dass Hosen zu groß gekauft werden. Zu große Hosen bringen schon im Neuzustand, oder dann nach mehrmaligem Tragen nicht mehr ausreichend Zug auf das Sitzpolster. Das kann dazu führen, dass der Sitzbereich in Teilen ungeschützt ist, weil das Polster verrutscht ist, oder aber, dass sich das Material des Polsters unkontrolliert staucht und sich Falten bilden. Beides ist sehr ungünstig.

Die gute Nachricht ist, es gibt einen einfachen Weg zur richtigen Größe: Wähle Deine Hosengröße immer nach den Größentabellen der Hersteller und keinesfalls nach der Devise „ich habe immer Größe L“. Die Größen der Hersteller variieren stark und nur die herstellerspezifischen Tabellen sind ein verlässlicher Helfer für die richtige Größe. Aus unserer Sicht sind Oberschenkel- und Hüftumfang die Maße, mit denen sich eine sehr gute Größeneinschätzung machen lässt.

Lass Dich beim ersten Anziehen der neuen Hose auch nicht täuschen. Sie wird sich wesentlich enger anfühlen als Deine bestehenden Hosen. Das ist jedoch normal, schließlich hat die neue Hose noch Ihre volle „Spannkraft“, im Gegensatz zu Deinen alten „ausgenudelten“ Hosen aus dem Schrank.

SITZT DAS SITZPOLSTER GUT SITZT DU GUT

Hast Du eine Hose in der richtigen Größe - wie oben beschrieben - ist es jetzt an der Zeit zu prüfen, ob das Sitzpolster an der richtigen Stelle sitzt. An der richtigen Stelle bedeutet, dass das Sitzpolster den Bereich, auf dem Du Kontakt mit dem Sattel hast, komplett mit den dafür vorgesehenen „Polsterzonen“ abdeckt. Die „Polsterzonen“ sind die Bereiche im Sitzpolster, die dafür gemacht sind, den entstehenden Druck im Rahmen zu halten. Welche das sind, siehst Du in der Abbildung.

Diese Prüfung ist schnell gemacht. Ziehe die Hose an (Unterhose kann angezogen bleiben) und setze Dich auf Dein Rad. Halte Dich dabei irgendwo fest oder lass Dich von jemandem festhalten. Setze Dich auf Deine gewohnte Position auf dem Sattel, trete ein wenig rückwärts und prüfe dabei, ob die „Polsterzonen“ Deine Kontaktfläche mit dem Sattel vollständig abdeckt. Variiere dabei auch noch ein wenig die Haltung, in dem Du beim Rennrad z.B. mal den Oberlenker, mal den Unterlenker greifst. Ist eine vollständige Abdeckung gewährleistet, ist die Position des Polsters für Dich passend. Sollte die Abdeckung nicht zu 100% passen, Finger weg.

Draußen mit der Hose zu fahren brauchst Du nicht, würden wir auch nicht empfehlen, sonst läufts Du Gefahr, dass Du die Hose nicht mehr zurückgeben kannst, wenn sie nicht passt.

KRATZENDE BABYWINDELN – EHER NICHT

Bei Polstern gilt es auf drei Dinge zu achten. Erstens wie „hautfreundlich“ ist das Polster und der umgebende Bereich, zweitens wie dick und weich ist das Polster und drittens wie atmungsfähig ist die Polsterzone.

Ist die Konstruktion „hautfreundlich“, hast Du nur ein sehr geringes Reibungsrisiko. Hier gilt eine sehr einfache Regel: Wo nichts ist, kann nichts reiben. Das heißt je weniger potenzielle Störstellen wie z.B. auftragende/ spürbare Nähte zur Polsterbefestigung, zerklüftete Polsteroberflächen oder sonstige Nähte im Sitzbereich desto besser. Das kannst Du leicht sehen und erfühlen.

Dass dicke und sehr weiche Polster bequemer sind, ist ein Trugschluss. Bei sehr weichen Polstern sitzt Du einfach „durch“, d.h. Du erfährst nur eine sehr geringe bis keine Druckentlastung. Viel Polstermaterial ist zudem schwer zu kontrollieren, es wird „irgendwie“ beim Sitzen „irgendwohin“ verdrängt und macht dann gerne an ungünstigen Stellen was es will. Äußern kann sich das in Druck auf den Dammbereich, oder verfestigten Materialanhäufungen, an denen Du Dich prima reiben kannst.

Daher raten wir zu mäßig dicken Polstern mit einer strafferen Polsterung. Ob der Vielzahl von Polstern am Markt hilft hier nur der Vergleich – eine glasklare Regel kann man hier, leider, nicht ableiten.

Zu testen, wie atmungsfähig die Sitzzone einer Hose ist, kannst Du dagegen sehr leicht prüfen. Der „Pustetest“ zeigt Dir gleich, was Sache ist. Geht keine Luft durch das Polster/ die Sitzzone hast Du eine Babywindel, die willst Du nicht haben. Je mehr Luft durchgeht, desto besser. Besser deshalb, weil Deine Haut dadurch „trockener“ und damit stabiler bleibt. Warum das so wichtig ist, kannst Du z.B. hier nachlesen.

ABSCHLÜSSE UND TRÄGER MÜSSEN PASSEN

Fangen wir mit den Beinabschlüssen an. Obwohl es hier mittlerweile unterschiedlichste Lösungen gibt, gilt immer eine Regel: Der Beinabschluss sollte weich und sehr nachgiebig sein, sonst schneidet er am Oberschenkel ein. Das sieht nicht nur bescheiden aus, sondern trägt sich auch genauso. Wir machen gute Erfahrungen mit elastischen, breiten Bändern, oder aber sogenannten free-cut Abschlüssen, bei denen das Hosenmaterial einfach mit einem Laser „abgeschnitten“ wird. Beim Anprobieren einer Hose siehst Du sofort, ob der Beinabschluss passt oder nicht – ist also kein Hexenwerk.

Der Abschluss nach „oben“ unterteilen wir mal in Hosen ohne Träger (vorwiegend für Frauen) und Hosen mit Trägern. Für die Hosen ohne Träger ist ein weicher Abschluss Pflicht, z.B. in Form eines breiten, flexiblen Bandes, Pflicht. Sonst drückt es am Bauch und das willst Du nicht.

Bei Trägerhosen sind die Anforderungen anders. Hier müssen die Träger zum einen ausreichend Spannkraft aufweisen, um die Hose in Position zu halten, zum anderen sollen Sie komfortabel sein. In der Praxis sehen wir, dass wiederum breite, nicht allzu dünne elastische Bänder hier gut funktionieren. Diese falten sich nicht ein, tragen sich komfortabel und bringen ausreichend Zug mit.

Ähnlich wie bei den Beinabschlüssen merkst Du, wenn Du die Hose anhast und Dich ein wenig bewegst, z.B. von einer aufrechten in eine Radposition, wie sich der Bund/ das Trägersystem verhält. Merkst Du quasi „nichts“ ist alles bestens und die Hosenkonstruktion funktioniert bei Dir.

DIE KIRSCHEN AUF DER TORTE

FARBE UND STOFF

Alles andere als dunkle/ gedeckte Farben bei Radhosen sind schwierig. Schwarz, dunkelblau, dunkelgrau oder neuerdings auch oliv sind sehr kleidsam. Rot, gelb oder weiß gehören ins Kuriositätenkabinett. Punkt.

Bei Hosenstoffen gibt es riesige Unterschiede. Die meisten Hosen bestehen aus sogenannten Strickstoffen, diese sind günstig, funktionieren gut und tragen sich angenehm. Sehr hochwertige Hosen werden mittlerweile aus Webstoffen gefertigt. Diese sind sehr teuer, funktionieren herausragend und tragen sich wie eine zweite Haut. Wie Du die beiden Arten unterscheiden kannst und was es alles mit Stoffen auf sich hat, findest Du hier.

VERARBEITUNG

Die meisten Radhosen werden heutzutage noch genäht. Das ist gut so. Andere Fügeverfahren wie z.B. Ultraschallschweißen oder Heißkleben sieht man vereinzelt. Aus unserer Sicht bieten diese jedoch noch keine echten Vorteile, weder in der Anwendung noch in der Produktion. Für uns ist wichtig, dass sämtliche Nähte bei einer Radhose elastisch und stabil sind. Der Grund ist simpel: Die Hose wird beim Anziehen und der Benutzung stark gedehnt und muss das auch lange aushalten. Ob die von Dir ausgewählte Hose das kann, lässt sich ganz einfach checken: Ziehe mit moderater Kraft an den Nähten in Längsrichtung, geben diese schön nach und springen wieder zurück, ist alles bestens. Sind die Nähte komplett starr oder haben sehr schnell einen „harten Anschlag“ eher Finger weg.

HERSTELLUNG

Wo die Hose hergestellt wird, ist erstmal zweitrangig. Wichtig ist für uns, dass Sie unter fairen Bedingungen für die Arbeiter, in einer nachhaltigen Weise und mit einem hohen Qualitätsanspruch gefertigt wird. Viele Anbieter von Radhosen legen das mittlerweile offen, da lohnt sich ein Blick.

MATERIALHERKUNFT

Beim Material gilt im Prinzip das gleiche wie bei der Herstellung. Allerdings wird es hier aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Materialien, die bei einer Radhose zum Einsatz kommen schwieriger. Zwar gibt es einzelne Zertifikate wie Bluesign oder Ökotex die gewisse Standards sichern, diese werden in der Industrie aber nicht durchgängig verwendet. Hier hilft entweder Vertrauen in den Hersteller oder aber Nachfragen, Unternehmen mit hohem Transparenzanspruch geben Dir sicher eine Antwort über die Herkunft der Materialien.

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